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Reliquiarkreuz, Hälfte
  • Reliquiarkreuz, Hälfte
  • Reliquiar
  • unbestimmte Zeit
  • Entstehungsort stilistisch: Kleinasien
    Erwerbungsort: Smyrna
  • Bronze
  • Höhe: ohne Ösen 6,4 cm
    Breite: 4,3 cm
  • Ident.Nr. 2502
  • 1898 in Smyrna gekauft, als Geschenk von Wilhelm Bode erworben
  • Sammlung: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst | Museum für Byzantinische Kunst
  • © Foto: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Description
Von dem Reliquiarkreuz ist eine von zwei aufeinanderpassenden, oben ehemals durch ein Scharnier verbundenen Hälften erhalten. Ursprünglich konnte es mittels Ösen und eines Stiftes am unteren Ende verschlossen werden. Auf den Ecken der Kreuzarme sitzen Bronzeperlen, die das Vorbild echten Perlenschmucks von Goldkreuzen nachahmen. Der bildliche Schmuck des Reliquiarkreuzes ist graviert. Er zeigt frontal stehend und mit betend erhobenen Armen einen Heiligen, der durch die griechische Inschrift über seinem Kopf und zuseiten seines Halses als O AΓΗΟΣ ΓEOPΓΗΟΣ, also als heiliger Georg bezeichnet wird. Die Figur ist stark stilisiert, die dünnen von Schraffuren überzogenen Arme gehen nahtlos über die Schulterpartie in einen Wulst, der den Kopf umgibt, über, das Gewand ist mit ornamentalen Linien überzogen, die Gesichtszüge sind aus zwei Punkten und zwei Strichen gebildet.
Reliquiarkreuze wurden um den Hals getragen. Sie konnten in dem von den beiden Kreuzhälften umschlossenen Zwischenraum Reliquien oder Eulogien von Heiligen enthalten, um dessen oder deren Schutz auf den Träger zu übertragen.
Das Fragment eines Reliquiarkreuzes wird seit dem Zweiten Weltkrieg vermisst.


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