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Gussform für mehrere Schmuckstücke, Hälfte
  • Gussform für mehrere Schmuckstücke, Hälfte
  • Gussform
  • 6./7. Jahrhundert
  • Entstehungsort stilistisch: Oströmisches Reich
    Erwerbungsort: Smyrna
  • dunkler Stein, Schiefer?
  • Höhe: 5,7 cm
    Breite: 7,3 cm
  • Ident.Nr. 2527
  • 1898 in Smyrna gekauft, als Geschenk von Wilhelm Bode erworben
  • Sammlung: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst | Museum für Byzantinische Kunst
  • © Foto: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Description
Multimedia
Die an den Schmalseiten gerade beschnittenen, an den Längsseiten schwach gerundete Platte aus dunklem Stein diente als eine Hälfte einer Gussform für Schmuckanhänger. In negativem Relief sind von links nach rechts ein kleiner Halbmond mit Öse, ein Medaillon mit einem Reiterheiligen und ein ornamentiertes Kreuz eingetieft. Vom oberen Rand führen trichterförmige Gusskanäle zu den Schmuckformen. Auch Medaillon und Kreuz besaßen - quer gestellte - Ösen. Nuten von den beiden Schmalseiten der Gussform führten auf diese Ösen zu und über sie hinaus. Inn diese wurde vor dem Guss ein Stab aus einem Material höheren Schmelzpunktes eingelegt, um dadurch die Öffnung der Öse vom Gussmaterial freizuhalten.
Der Reiter auf dem Medaillon bewegt sich nach links. In der Hand hält er eine kreuzverzierte Lanze, mit der er einen am Boden liegenden Drachen durchstößt. Er wird durch die Beischrift in griechischen Buchstaben Ο Λ ΓEO abgekürzt als 'der heilige Georg' bezeichnet. Bei dem Λ handelt es sich wahrscheinlich um ein nachlässig eingraviertes A als Abkürzung für AΓIΟΣ, heilig. Die zugehörige zweite Hälfte der Gussform ist nicht erhalten.


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