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Hostienbehälter
  • Hostienbehälter
  • Liturgisches Gerät
  • verbale Datierung: 1818
  • Entstehungsort stilistisch: Rußland
  • Silber, teilweise vergoldet, und Email
  • Höhe x Breite x Tiefe: 60,5 x 16 x 11,5 cm (gesamtes Objekt)
    Höhe x Breite x Tiefe: 33,5 x 13,5 x 8 cm (oberes Teil)
    Höhe x Breite x Tiefe: 28 x 16 x 11,5 cm (unteres Teil)
  • Ident.Nr. 4/75
  • 1975 aus dem Kunsthandel erworben
  • Sammlung: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst | Museum für Byzantinische Kunst
  • © Foto: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Jörg P. Anders
Description
Das reich verzierte Gerät hat die Form einer Architektur. Das Zentrum bildet ein Baldachin mit Giebeln und Kuppel. Er überfängt einen Sarg, nämlich das Grab Christi, dem zwei Engel mit sogenannten Rhipidia Luft zufächeln. Auf dem Sockel und auf der Kuppelbekrönung in Form einer achtzackigen Aureole zeigen Emailbilder das letzte Abendmahl und den auferstandenen Christus. Zur Aufbewahrung der Hostien diente eine Schublade im Sockel des Geräts, die von hinten aufzuziehen ist. Der Sarg Christi als vorübergehender Ort seines sterblichen Körpers nimmt unmittelbar Bezug auf die Hostie als symbolischen Körper Christ in der Schublade unmittelbar darunter.
Das Objekt wird durch einen Moskauer Silberstempel in das Jahr 1818 datiert. Ein Meisterzeichen aus zwei Buchstaben ist leider nicht näher zu identifizieren. Aufbau, Emailbilder und Verzierungen folgen barocken Vorbildern und haben, sieht man von der Ikonographie der Rhipidia schwenkenden Engel ab, nichts Byzantinisches mehr.


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