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  • Wasserbecken (Gefäß)
  • 12./13. Jahrhundert
    Datierung engl.: 12th - 13th century
  • Herkunft (Allgemein): Ägypten (Land)
  • Marmor, geschnitten
  • Höhe: 37,5 cm
    Breite: 34,3 cm
    Tiefe: 56 cm
  • Ident.Nr. I. 7261
  • Sammlung: Museum für Islamische Kunst
  • © Foto: Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Johannes Kramer
Beschreibung
Multimedia
Aus Marmor geschnittener Untersatz für ein Wassergefäß. Die als kilga bezeichneten Untersätze sind meist aus antiken Spolien (wiederverwendeten älteren Bauteilen) gearbeitet. Sie bestehen aus einem höheren Ständer, einem flachen, nach vorne auskragenden Becken und vier bogenartig gestalteten Füßen. Die Außenseite des eigentlichen Ständers ist in acht leicht geschwungene Flächen untergliedert, die mit Bogenfeldern und Stalaktitgewölben (Muqarnas) verziert sind. Über dem flachen Becken sind zwei stilisierte Tierköpfe zu erkennen, von denen der eine stark verwittert ist. Umlaufende Inschriften in Kufi-Schrift geben Segenswünsche wieder. Die Innenseite des Ständers ist rund gearbeitet, um ein großes Wassergefäß aus unglasiertem Ton aufzunehmen. Durch die Verdunstung blieb der Inhalt kühl und frisch, während sich das ablaufende Wasser in dem Becken sammelte und dort abgeschöpft werden konnte.
Diese Art von Wasserbecken war besonders in Kairo im 12. und 13. Jahrhundert beliebt und verbreitet. Während einige Exemplare nur ornamentalen und Inschriftendekor zeigen, sind andere auch mit Darstellungen von nackten Frauen und diversen Tieren versehen. Dies spricht für ihre Verwendung in Palästen und wohlhabenden Haushalten.


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