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  • Fragment (Relief)
  • um 740
    Datierung engl.: c. 740
  • Herkunft (Allgemein): Jordanien (Land)
    Fundort: Mschatta (Ort)
  • Kalkstein, geschnitten
  • Höhe: 12,8 cm
    Breite: 12,1 cm
    Tiefe: 6 cm
  • Ident.Nr. I. 6192
  • Sammlung: Museum für Islamische Kunst
  • © Foto: Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Christian Krug
Beschreibung
Multimedia
Fragment eines Reliefs aus Kalkstein. Erhalten ist ein Teil einer Reiterdarstellung: zu erkennen sind der Bauch und der Ansatz der linken Hinterhand des Pferdes sowie das Bein des Reiters. Dieser sitzt vermutlich in einem Sattel, unter dem eine rechteckige Satteldecke liegt. Darunter erscheint ein breiter Schweifriemen. Das Fragment unterscheidet sich sowohl in der Art des Kalksteines als auch in der Größe von den anderen Skulpturen; vielleicht handelt es sich um ein Werkstück oder eine Spolie. Der genaue Fundort innerhalb von Mschatta ist unbekannt.
Statuen von Frauen, Männern und Tieren gehörten zur Ausstattung des Wüstenschlosses von Mschatta. Bis heute sind die Fragmente von über 20 Statuen im sogenannten Thronsaal sowie in der Säulenhalle im Eingangsbereich entdeckt worden. Eine derartige Ausstattung ist auch aus den zentralen Bereichen anderer umaiyadischer Paläste bekannt, wo große Skulpturen aus Stuck nachgewiesen werden konnten. Sie zeigen, dass in frühislamischer Zeit im weltlichen Umfeld der Kalifenpaläste das sogenannte Bilderverbot des Islam keine spezielle Beachtung fand.
Das Fragment gelangte 1903 zusammen mit der Palastfassade als Geschenk des osmanischen Sultans an Kaiser Wilhelm II. nach Berlin.


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