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  • Menschliche Figur (Rundplastik)
  • um 740
    Datierung engl.: c. 740
    Dynastie - dt.: Umaiyaden
    Dynastie - engl.: Umayyads
  • Herkunft (Allgemein): Jordanien (Land)
    Fundort: Mschatta (Ort)
  • Kalkstein, geschnitten
  • Höhe: 17,8 cm
    Breite: 30,1 cm
    Tiefe: 7,7 cm
  • Ident.Nr. I. 6189
  • Sammlung: Museum für Islamische Kunst
  • © Foto: Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Christian Krug
Description
Multimedia
Fragment aus Kalkstein, das mehrere halbrunde, flach voneinander abgesetzte Gewandfalten wiedergibt. Es gehörte offenbar zu einer ähnlichen Statue wie I. 6172, wo ein Schleier oder Gewand als vom Körper gleitend dargestellt ist. Gefunden im Thronsaal.
Große Statuen von Frauen, Männern und Tieren gehörten zur Ausstattung des Wüstenschlosses von Mschatta. Bis heute sind die Fragmente von über 20 Statuen im sogenannten Thronsaal sowie in der Säulenhalle im Eingangsbereich entdeckt worden. Eine derartige Ausstattung ist auch aus den zentralen Bereichen anderer umaiyadischer Paläste bekannt, wo große Skulpturen aus Stuck nachgewiesen werden konnten. Sie zeigen, dass in frühislamischer Zeit im weltlichen Umfeld der Kalifenpaläste das sogenannte Bilderverbot des Islam keine spezielle Beachtung fand.
Das Statuenfragment gelangte 1903 zusammen mit der Palastfassade als Geschenk des osmanischen Sultans an Kaiser Wilhelm II. nach Berlin.


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