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  • Hängelampe (Lampe)
  • 901 - 1200
    Datierung engl.: 10th - 12th century
  • Herkunft (Allgemein): Syrien (Land)
  • transparentes farbloses Glas, frei geblasen, mit Applikationen
  • Höhe: 8,1 cm
    Durchmesser: 6,4 cm Rand
    Wandungsstärke: 0,14 cm
  • Ident.Nr. I. 1/63
  • Sammlung: Museum für Islamische Kunst
  • © Foto: Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Johannes Kramer
Description
Multimedia
Freigeblasene Hängelampe aus transparentem farblosem Glas mit drei Ösen und Metallaufhängung. Ihr Körper ist an der Basis abgeflacht und gestaucht. Auf ihm sitzt der weit ausladende trichterförmige Hals auf. Drei vertikale Ösen sind knapp unterhalb der flachen, abgerundeten Schulter angebracht. Im Inneren ist in der Mitte des Bodens ein zylindrischer Dochthalter eingesetzt. Er diente dazu, den auf einer Ölschicht auf Wasser schwimmenden Docht von der Wandung fern zu halten, um diese nicht zu beschädigen.
Nur wenige Lampen dieses Typs sind erhalten, was ihre Datierung und Lokalisierung erschwert. Vergleichsbeispiele des späten 10. bis frühen 11. Jahrhundert sind aus Caesarea (Israel) und größere Objekte mit zusätzlichen Henkeln aus Nischapur (Iran) bekannt.
Die Nutzung der Lampe ist unklar. Ihre geringe Größe legt die Aufhängung in einer Wandnische oder Arkadenreihung nahe, wobei sowohl eine private als auch eine öffentliche Nutzung im sakralen Bereich möglich scheint. Ihre Form erinnert entfernt an spätere Moscheeampeln.
Es ist nicht erwiesen, dass die bei der Schenkung mitgelieferte zierliche Kette aus Metallgliedern und länglichen türkisfarbenen Glasperlen ursprünglich zugehörig war.


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