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  • Kapitell (Architekturelement)
  • 6./7. Jahrhundert
    Datierung engl.: 6th - 7th century
  • Herkunft (Allgemein): Irak (Land)
    Herkunft (Allgemein): Bagdad (Ort)
  • Kalk-Sand-Gemisch, angetragen, geschnitten, geglättet
  • Höhe: 33 cm
    Breite: 30 cm
    Tiefe: 15 cm
  • Ident.Nr. I. 2676
  • Sammlung: Museum für Islamische Kunst
  • © Foto: Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Nico Becker
Beschreibung
Multimedia
Kompositkapitell eines Pilasters mit Darstellung einer anthropomorphen Büste. Über dem in den Details schematisch zusammengefassten Gesicht trägt die Figur eine kissen- bzw. turbanartige Kopfbedeckung. Die nur aus Leisten gebildeten Arme enden in vor dem Körper übereinander gelegten Händen, die sich auf einem stilisierten Akanthusblatt aufstützen. Es sitzt zentral zischen zwei Akanthusblatthälften, aus denen hohe, die Figur flankierende Blätter emporragen und unter der Deckplatte des Kapitels ausfächern. Die Deckplatte bilden zwei durch Zahnschnitt getrennte Leisten, die Sockelplatte trennte eine umlaufende Leiste vom Pilasterschaft.
Das Kapitell wurde 1916 von Friedrich Sarre bei einem Händler namens Sauhéry als Ausstattungsrest einer noch nicht bekannten Ruine parthischer Zeit erworben. Es dürfte sich eher um ein spätsasanidischen, hellenistische Dekortraditionen aufgreifenden Architekturbestandteil handeln.


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