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  • Helm (Waffen und Rüstung)
  • 1. Hälfte 17. Jahrhundert
    Datierung engl.: 1st half of the 17th century
  • Herkunft (Allgemein): Iran (Land)
    Herkunft (Allgemein): Indien (Land)
  • Stahl, Kupferlegierung, Gold, getrieben, geschmiedet, genietet, durchbrochen, vergoldet
  • Höhe: 13,5 cm
    Durchmesser: 21 cm
    Gewicht: 2200 g
  • Ident.Nr. I. 6134
  • Sammlung: Museum für Islamische Kunst
  • © Foto: Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Johannes Kramer
Description
Multimedia
Getriebener Helm aus Stahl mit vergoldetem und durchbrochenem Dekor; genietet und geschmiedet. Der halbkugelförmige Helm ist reich verziert: als vergoldeter Stirnfries ist Koransure 110, aufgeteilt in drei Kartuschen, aufgetragen. Dazwischen befinden sich sechs Medaillons mit Anrufungen Gottes. Auf der Kalotte, unterhalb der Helmspitze, findet sich ein zweites Inschriftenband mit weiteren Suren. Zwischen den beiden Schriftfriesen sind Medaillons mit floralem Dekor und weitere Inschriften zu erkennen. Der bewegliche Nasenschutz ist auffallend lang. Die Spitze des Helms fehlt; von ihr ist nur der verzierte Aufsteckschuh erhalten. Der Helm besaß offenbar nur eine Federhülse rechts des Nasenschutzes, in die eine Feder oder Agraffe gesteckt werden konnte. Die sechszipfelige Brünne (Hals- und Nackenschutz) ist aus qualitätvollen Ringen gearbeitet. Diese Art von Helmen wird auf Grund ihrer Form Kulah Chud genannt, persisch für „Mützenhelm“.
Die Koranverse, wie hier häufig zusammen mit Anrufungen Gottes, sollten den frommen Krieger schützen und ihm Stärke verleihen.
Bei der Dekortechnik des Tauschierens werden dünne Metalldrähte, z.B. aus Silber, Kupfer oder wie hier Gold, in vorgegebenen Mustern in das zu verzierende Objekt eingehämmert.


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