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Koptisches Ostrakon, Urkunde
  • Koptisches Ostrakon, Urkunde
  • Ostrakon (Schriftträger)
  • Genauer: 6. Jh.
  • Provenienz unbekannt (Ägypten)
  • Ton, gebrannt (Material)
  • Höhe: > 11 cm (lt. Inv.)
  • Ident.Nr. P 12361
  • Sammlung: Ägyptisches Museum und Papyrussammlung | Papyrussammlung
  • © Foto: Ägyptisches Museum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Description
Helles Tonostrakon. Das Ostrakon ist vollständig, die Tinte stellenweise abgerieben, aber der Text vollständig. Innenseite ist leer.
Bibelzitate (meistens unvollständig, bzw. nur ein Halbsatz):
Apoc 17,4 (Jer 51,7); Ps 18,21 (Prov 8,32); Ps 18,23 (2Sam 22,23)
Geübte Hand, ziemlich schöne Schrift mit dünnen Buchstaben und Calamos. H ist immer kursiv. Trema und Überstrich sind verwendet.

Ostraka sind ein sehr verbreitetes Schreibmaterial im Alten Ägypten. In der Regel sind dies Krugscherben, auf denen kurze Texte notiert wurden, wie beispielsweise Briefe, Listen, Abrechnungen oder Notizen. Dieses Ostrakon stammt von der Nilinsel Elephantine in Ägypten und wurde während der Ausgrabungen der damals Königlichen Museen durch Otto Rubensohn und Friedrich Zucker zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausgegraben. Die hier verwendete Sprache und Schrift ist das sogenannte Koptische. Dabei handelt es sich um die späteste Sprachstufe des Altägyptischen, die in christlicher Zeit mit griechischen Buchstaben notiert wurde. Aus der ägyptisch-demotischen Kursivschrift entliehene Zusatzzeichen wurden ebenso hinzugefügt, um Laute abzubilden, die in der griechischen Schrift fehlen.

Kurze Absätze aus der Bibel: Apoc 17,4 (Jer 51,7); Ps 18,21 (Prov 8,32); Ps 18,23 (2Sam 22,23).

http://elephantine.smb.museum/record/ID800103
(V. Lepper / A. Hasznos)


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