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IIIa. Ankunft am Winterplatz IIIb. Flußübergang
  • IIIa. Ankunft am Winterplatz IIIb. Flußübergang
  • Ritzzeichnung; Kupferstich
  • Gustav Hagemann (17.2.1891 - 24.5.1982), Auftraggeber
    Verlag L. Schwann, Druckerei
  • 1929 und 1931
  • Herstellungsort: Norwegen, Schweden
    Sápmi (Nordeuropa) (Region)
    Samen (Sámi, "Lappen") (Ethnie)
  • Kupferstich auf Büttenpapier
  • Höhe x Breite: 66 x 45 cm
  • Ident.Nr. II C 2687 b/3
  • Sammlung: Museum Europäischer Kulturen
  • © Foto: Museum Europäischer Kulturen der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Beschreibung
Ankunft am Winterplatz. In Kupfer geritzt von Anders N. Valkeapää, Könkämä. Entstehungsjahr 1931.
Eine Wandergemeinschaft, bestehend aus drei Familien, hat ihren Winterplatz erreicht und ist dabei, sich einzurichten. Die Raide der ersten Familie (links unten im Bild) hat sich bereits aufgelöst. Die Fahrrentiere, im Wald verstreut, suchen sich Futter. Das Gerüst der Bogenstangenkote ist schon aufgerichtet. Je zwei ineinandergestellte Bogenstangen tragen das Rauchholz und die übrigen Stangen. Auch der Holzhaubaum vor der Kote ist bereits aufgestellt. Die noch vollbeladenen Pulkas stehen wohlgeordnet in der Nähe der Kote; das Schirrzeug der Rentiere ist noch auf den Pulkas befestigt. Die Raide der zweiten Familie (rechts im Bild) ist soeben angekommen. Der Hausvater schaufelt den Schnee für den Aufbau der Kote fort, während ein anderer Sámi Birkenraiser zum Bedecken des Bodens herbeischafft. Ein einzelner Sámi mit Ren und Pulk (links) treibt die Fahrrentiere zu den Futterplätzen. Die dritte Raide durchquert diagonal die Bildfläche. Sie ist noch in voller Fahrt. Der letzte Schlitten trägt das Gestänge der Wanderkote.

Flußübergang. In Kupfer geritzt von Per Valkeapää, Könkämä. Entstehungsjahr 1929.
Beim Überqueren eines kleineren Flussen wird zunächst das Leittier hinübergeführt, danach folgen die übrigen Tiere. Im gleichen Rythmus mit der wandernden Herde stehen die nebeneinandergereihten Bäume, ziehen darüber die Vögel, ordnet sich das Sternenband.

Die Zeichnung stammt aus der Künstlermappe "Lappen zeichnen ihr Leben" mit 63 Original-Ritzzeichnungen samischer Künstler; veranlaßt von Gustav Hagemann.


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