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Freimaurergruppe
  • Freimaurergruppe
  • Figurengruppe
  • Johann Joachim Kaendler (1706 - 1775), Entwurf, Modelleur
    Königliche Porzellanmanufaktur Meißen, Ausführung, Manufaktur
  • 1744/45 (Ausformung)
    1742 (Modellentwurf)
  • Faktischer Entstehungsort: Meißen
  • Porzellan mit Aufglasur- und Goldbemalung
  • Höhe: 23 cm
    Breite: 24,2 cm
  • Ident.Nr. HF 227
  • Sammlung: Kunstgewerbemuseum
  • © Foto: Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Saturia Linke
Beschreibung
Zwei Männer, durch Schürze, Mauerwerk, korinthisches Kapitell und Maurerkelle als Freimaurer zu erkennen, sind um einen Globus gruppiert. Der Stehende legt den Finger auf den Mund und weist damit auf die Verschwiegenheit des Bundes hin. Mit einem Zirkel misst er die Welt aus, ein Hinweis auf das aufklärerische Weltbild des Freimaurertums. Der Sitzende ist an dem goldenen Winkel vor der Brust sowie den in Zöpfen geflochtenen Haaren als "Meister" zu erkennen.
Johann Joachim Kändler schuf seit 1740 verschiedene Meißener Figurenmodelle mit Bezug zur Freimaurerthematik, obwohl der Orden durch eine Bulle von Papst Clemens XII im Jahr 1738 verboten worden war und König August III. von Sachsen sich diesem Verbot angeschlossen hatte. Kurz darauf war der Mopsorden als vermeintliche, den Freimaurerorden aber persiflierende Alternative gegründet worden. Daher finden sich bei den Schöpfungen Kändlers Kombinationen von Freimaurer- und Mopsmotiven. Bei anderen Versionen der vorliegenden Freimaurergruppe liegt ein Mops auf dem Boden. Bei einem zweifigurigen Ensemble bilden eine Dame vom Mopsorden und ein Kavalier des Freimaurerordens ein Paar.
ClKa


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