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Göttersiegel
  • Göttersiegel
  • Glyptik (Rollsiegel)
  • 9. Jahrhundert vor Christus
    Periode: Neubabylonisch
    datiert: Marduk-zakir-schumi I (854-819 vor Christus)
  • Fundort: Babili (Vorderasien)
    Fundort modern: Babylon
    Fundortdetail: Amran ibn Ali
    Fundtag: 18./19.4.1900
  • Stein-Lapislazuli
  • Höhe: 19,4 cm
    Durchmesser: 3,8 cm
  • Ident.Nr. VA Bab 00646
  • Sammlung: Vorderasiatisches Museum
  • © Foto: Vorderasiatisches Museum der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: _Olaf M. Teßmer
Beschreibung
Bei diesem außergewöhnlich großen Votivsiegel handelt es sich um eines der seltenen Göttersiegel mit der einzigen inschriftlich gesicherten Darstellung des babylonischen Hauptgottes Marduk.
Marduk ist auf seinem Symboltier, dem Schlangendrachen Muschchuschu, stehend abgebildet. In der linken Hand hält er die Herrschaftssymbole Stab und Ring, in der rechten ein Krummschwert. Auf dem Kopf trägt er eine hohe, polosartige Kopfbedeckung mit Federbekrönung. Sein Gewand zieren vermutlich scheibenförmige Applikationen, viele davon mit Sternen und einige mit Rosetten. Die größte Applikation, im unteren Rockbereich, bildet drei radartig angeordnete Stiere ab, zwei weitere Stiere finden sich auf seinem Gürtel.
Die bildliche Darstellung ist nicht - wie bei dem meisten anderen Siegeln - in den Siegelkörper eingetieft, sondern sie ist als erhabenes Relief innerhalb eines rechteckigen, eingetieften Bildfeldes ausgeführt. Dies ist charakteristisch für die Göttersiegel, da sie nicht für einen alltäglichen Grbrauch vorgesehen waren. Neben der bildlichen Darstellung des Gottes ist eine achtzeilige Siegellegende niedergeschrieben. [Anja Fügert]


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