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Reiterbildnis des August Wilhelm (1722-1758), Prinz von Preußen
  • Reiterbildnis des August Wilhelm (1722-1758), Prinz von Preußen
  • Bild
  • Gottfried Hempel (1719/ 1720 - 1772), Herstellung, Maler
  • Um 1755
  • Herstellungsort: Brandenburg (Region)
  • Leinwand
  • 115,20 x 102,50 cm
  • Ident.Nr. KFMV.308
  • 2016 erworben durch den Kaiser Friedrich Museumsverein
  • Eigentum des Kaiser Friedrich Museumsvereins
  • Sammlung: Gemäldegalerie
  • © Foto: Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Christoph Schmidt
Description
Der einem Denkmal vergleichbar dargestellte Generalleutnant war Chef des 2. Kürassierregiments „Prinz Wilhelm zu Pferd“, das seine Garnison in Kyritz (Priegnitz) unterhielt. Über dem Kürass trägt der Prinz die orangefarbene Schärpe des Schwarzen Adlerordens. Der demonstrativ präsentierte Kommandostab dokumentiert den Topos souveräner Macht. Im Hintergrund ist ein Reitergefecht zwischen Kürassieren und Husaren in der Nähe einer Ortschaft erkennbar, das als Erinnerungsbild zugleich vom kampferfahrenden Kommandeur im Vordergrund berichtet. August Wilhelm war der präsumtive Nachfolger seines Bruders Friedrich des Großen und Vater des späteren preußischen Königs Friedrich Wilhelm II. Das Gemälde ist eines der wenigen Reiterbildnisse der brandenburgisch-preußischen Kunst. Es tradiert in der Nachfolge Antoine Pesnes neben den Werken von Christan Bernhardt Rode und Joachim Martin Falbe sowie den Miniaturen von Carl Friedrich Thienpondt einzig den strengen Porträtstil aus der Zeit des Soldatenkönigs (1713-1740).
Kurz vor 1743 kam Gottfried Hempel nach Berlin. Er war in den späten 1740er – und in den 1750er Jahren ein vielbeschäftigter Porträtist, der im Umkreis des Antoine Pesne zum Hofmaler des dargestellten Prinzen von Preußen August Wilhelm avancierte. Hempel unterhielt auch Kontakte zu den Repräsentanten der literarischen Aufklärung in Halberstadt. Für den dort von Johann Ludwig Wilhelm Gleim (1719-1803) eingerichteten „Freundschaftstempel“ schuf er bemerkenswerte Bildnisse. Hempel war 1753 für den Hof der Königin Mutter in Berlin (Schloss Monbijou) sowie seit 1754 auch für den des Prinzen Heinrich im Schloß Rheinsberg tätig.


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