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Nördlingen: Reichsmünzstätte
  • Nördlingen: Reichsmünzstätte
  • Münze
  • Maximilian I. (1477-1519), seit 1493 deutscher König, 1508 Kaiser, Königtum (MA/NZ), Münzherr
  • 1496
  • Land: Deutschland (Land)
    Region: Bayern (Region)
    Münzstätte/Ausgabeort: Nördlingen
  • Nominal: 1/2 Schilling, Material: Silber, Stempelstellung: 10, Herstellungsart: geprägt
  • Gewicht: 1,15 g
    Durchmesser: 21 mm
  • Ident.Nr. 18211363
  • Sammlung: Münzkabinett | Mittelalter | Spätmittelalter (1251 bis 1500)
  • © Foto: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Reinhard Saczewski
Beschreibung
Vorderseite: + MAXIMILIANVS ROMANORVM REX. Schild Weinsberg.

Rückseite: MONETA NOVA NORDLING 96. Gekrönter Adler, Kopf links.

Kommentar: Die 1418 durch König Sigismund I. eingerichtete Reichsmünze zu Nördlingen ist 1431 zusammen mit den Reichsmünzstätten Frankfurt und Basel zur Schuldentilgung an Konrad von Weinsberg verpfändet worden. Konrad von Weinsberg konnte (und mußte) deshalb sein Wappen auf die königlichen Münzen setzen. Da die königlichen Schulden beim Tode Konrads 1452 nicht eingelöst waren, blieb das Pfand und damit das Recht zum Betreiben königlicher Münzstätten in der Familie Weinsberg. Von dort gelangte es durch Erbvertrag 1503 in den Besitz der Grafen von Eppstein-Königstein und später der Linie Stolberg-Königstein, die es im 16. Jh. ausübten.

Literatur: H. Herzfelder, Die Reichsmünzstätten Nördlingen und Augsburg unter den Häusern Weinsberg und Königstein, MBNG 42, 1924, 105 Nr. 16 a; R. A. Levinson, The Early Dated Coins of Europe 1234-1500 (2007) Nr. I-349 a.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18211363


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