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Amastris
  • Amastris
  • Münze
  • ca. 300-285 v. Chr.
  • Land: Türkei (Land)
    Region: Paphlagonien (Region)
    Münzstätte/Ausgabeort: Amastris
  • Nominal: Didrachme, Material: Silber, Stempelstellung: 12, Herstellungsart: geprägt
  • Gewicht: 9,31 g
    Durchmesser: 22 mm
  • Ident.Nr. 18214073
  • Sammlung: Münzkabinett | Antike | Griechen, Hellenismus (-336 bis -30)
  • © Foto: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Description
Vorderseite: Kopf mit Lederkappe (kidaris, persische Satrapenmütze) und Lorbeerkranz nach r.

Rückseite: ΒΑΣΙΛΙΣΣΗ[Σ] / AMAΣTPIΟ[Σ]. Thronende Aphrodite nach l., auf ihrer ausgestreckten r. Hand Nike, die sie bekränzt. Die l. Hand liegt auf der Armlehne des Throns und hält ein Zepter.

Kommentar: Die frühen Prägungen von Amastris, wie z.B. dieses Exemplar, zeigen auf der Vs. wahrscheinlich den Profilkopf der Stadtgründerin Amastris, hier sogar mit der Bezeichnung Königin. Später wird dann wohl in sehr ähnlicher Weise Mithras abgebildet. Amastris, die Nichte des letzten persischen Großkönigs Dareios III., wurde zunächst in der großen Hochzeitsfeier von Susa 324 v. Chr. mit Krateros, einem General Alexanders des Großen, verheiratet. Dieser nahm nach dem Tod Alexanders eine andere Ehefrau und gab Amastris an Dionysios, den König von Herakleia am Pontus. Nach dem Tod des Dionysios, mit dem sie drei Kinder hatte, heiratete Amastris Lysimachos, der sie wiederum zu Gunsten von Arsinoe II. verließ. Daraufhin gründete sie die nach ihr benannte Stadt an der Küste Paphlagoniens, indem sie die Städte Sesamos, Kytoros, Kromna und Tios zusammenlegte. Ihr Profilporträt auf den frühen Münzen von Amastris soll an den weicheren Gesichtszügen und den Locken, die das Gesicht rahmen und v. a. einer einzelnen unter dem Kinn, zu erkennen sein.

Literatur: F. de Callataÿ, Le premier monnayage de la cité d'Amastris (Paphlagonie), SNR 83, 2004, 67 Gruppe 1B Nr. 18 (VS6/RS7) Taf. 9,18 a; SNG Aulock Nr. 6799; SNG British Museum 1 Nr. 1299. Vgl. zur Deutung der Vs. l.-M. Hans, Die Göttin mit der Tiara, SNR 66, 1987, 53 Anm. 43.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18214073


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