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Zankle (Messana)
  • Zankle (Messana)
  • Münze
  • ca. 515-493 v. Chr.
  • Land: Italien (Land)
    Region: Sizilien (Region)
    Münzstätte/Ausgabeort: Messana-Messina
  • Nominal: 1/3 Stater (Trite), Material: Silber, Herstellungsart: geprägt
  • Gewicht: 5,58 g
    Durchmesser: 19-22 mm
  • Ident.Nr. 18218136
  • Sammlung: Münzkabinett | Antike | Griechen, Archaik und Klassik (-650 bis -336)
  • © Foto: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Dirk Sonnenwald
Description
Vorderseite: DANK. Delphin nach l., in den als stilisierten geöffneten Kreis dargestellten Hafen von Zankle hineinschwimmend. An der Innenseite der sichelförmigen Linie sind gleichmäßig vier rechteckige Erhebungen verteilt.

Rückseite: Ornamental gestaltetes quadratum incusum, in dessen Zentrum eine Muschel.

Kommentar: Gielow bemerkt zum Vorderseitenbild dieser Münze: 'Dieses merkwürdige Münzbild hat die moderne Forschung zu verschiedenen Deutungen angeregt: Die vier rechteckigen Erhebungen werden entweder als vier Türme, die der Hafenbefestigung dienen sollten oder aber als Symbolisierung von vier Stämmen in Dankle gedeutet.' Gielow wendet sich allerdings gegen die Interpretation als Symbol der vier Stämme, da zur Zeit der Münzprägung nur noch zwei Stämme, Chalkider und Kymer, Zankle besiedelt hätten. Sie hält die Erhebungen - wenn auch Architekturangaben in dieser Zeit ungewöhnlich seien - für Türme, Bastionen oder Aufmauerungen zur Sicherung des Hafenkais gegen die Flut. 'Wenn die kleinen Rechtecke auf den vorausgehenden Prägungen fehlten und auch auf den Münzen der nächsten Gruppe wieder weggelassen sind, so spricht das vielleicht dafür, daß die Errichtung der Türme oder Bastionen erst kurz vor der Ausgabe der vorliegenden Münzen erfolgte.' Den Grund dafür, dass die Erhebungen bald wieder weggelassen werden, sieht sie darin, dass sie prägetechnisch Schwierigkeiten bereiteten. Gielows Resümee. 'Man wird nicht umhin können, einen Anhalt dafür in der realen Wirklichkeit zu suchen, um diese höchst eigentümliche und singuläre, landkartenartige Wiedergabe eines Stadtbildes zu erklären.'

Literatur: H. E. Gielow, Die Silberprägung von Dankle-Messana (ca. 515-396 v. Chr.), MBNG 48, 1930, 17-19 Nr. 17 Taf. 2 (dieses Stück, 3. Gruppe, 515-493 v. Chr.).

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18218136


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