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Greifenprotome, gegossen, reduziert, rechtes Ohr und Ansatzring fragmentiert, mehrere kleine Gussfehler, im Ansatzring drei Niete erhalten
  • Greifenprotome, gegossen, reduziert, rechtes Ohr und Ansatzring fragmentiert, mehrere kleine Gussfehler, im Ansatzring drei Niete erhalten
  • Protome (Gefäßform / Greifenkessel)
  • 3. Viertel 7. Jh.v.Chr.
    Genauer: um 640 – 630 v. Chr.
  • Fundort: Samos (Griechenland)
  • Bronze
  • Höhe: (laut Spezialinventar) 27,5 cm
  • Ident.Nr. Sa. 95 Br
  • Sammlung: Antikensammlung
  • © Foto: Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Johannes Laurentius
Beschreibung
Die Greifenprotomen waren nach außen schauend als Schmuck auf der Schulter von ausladenden, tiefen Kesseln befestigt. Die Protomen sind urtümliche Vogelwesen, bestehend aus einem Greifenkopf mit schmalen langen Ohren und einem langstieligen Knauf auf dem Kopf. Der Kopf wird getragen von einem aufrecht gehaltenen, geschwungenen Vogelhals. Die leeren Augenhöhlen waren einst mit Bein für den Augapfel eingelegt und für die Iris in anderem Material. Mit dem ursprünglich griechischen Wort Protome wird allgemein ein Gebilde aus Kopf und Hals bezeichnet.
Die Greifenprotomen wurden in Griechenland nur in Heiligtümern gefunden. Das samische Heraion ist der größte Fundort für Greifenprotomen überhaupt. In der frühen Zeit am Anfang des 7. Jh. v. Chr. haben sie die Bedeutung der Erscheinung einer Gottheit (Epiphanie), später werden sie wohl nur noch Übel abwehrenden (apotropäischen) Charakter gehabt haben.

Die Antikensammlung. Altes Museum, Pergamonmuseum 3. Aufl. (2007) S. 28 ff. Nr. 8 (U. Gehrig).


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