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Fragment einer "Iovila-Stele" mit oskischer Inschrift
  • Fragment einer "Iovila-Stele" mit oskischer Inschrift
  • Sepulkralinschrift (Inschrift / Inschriftengattung)
  • Ende 4. Jh.v.Chr./ Anfang 3. Jh.v.Chr.
    Genauer: um 300 v.Chr.
  • Herkunft (Allgemein): Capua (Italien)
  • Ton
  • Objektmaß: 11 x 22 x 4,5 cm (T einschl. Relief)
  • Ident.Nr. Y 2205
  • Sammlung: Antikensammlung
  • © Foto: Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Johannes Laurentius
Beschreibung
"Iovila" ist die oskische Bezeichnung einer besonderen Stelenart, der sogenannten Iovila-Stelen. Von diesen Stelen haben sich nur knapp 30 Texte erhalten. Die sogenannten Iovila-Stelen (bestehend aus Terrakotta oder Tuff) wurden in Nekropolen aufgestellt. Auf ihnen war festgehalten, dass die Familien bestimmter (wohl prominenter) Verstorbener an festgelegten Terminen Gedenkfeiern veranstalten sollten, manchmal unter Teilnahme des Bürgermeisters von Capua. Aus dem Textfragment dieser Stele erschließt sich, dass die Familie der Fisanier ihr Festmahl an den feriis divinis, dem Fest einer Gottheit, deren name nicht mehr erhalten ist, abzuhalten hat.

nach: G. Meiser in: Etrusker in Berlin. Etruskische Kunst in der Berliner Antikensammlung - Eine Einführung (2010) S. 115 ff. (S. Brehme - G. Meiser: Schriftwesen der Etrusker und ihrer Nachbarn).


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