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  • Ahnenfigur
  • Otto Schlaginhaufen (1879-1973), Sammler
  • 20. Jh.(Anfang)
  • Melanesien
    Nordost-Neuguinea (Insel/Region)
    Unter-Sepik (Fluss/Gebiet)
    Olem (Dorf)
  • Holz, Bastfasern
  • Objektmaß: 57 x 7,3 x 8,8 cm
  • Ident.Nr. VI 31169
  • Sammlung: Ethnologisches Museum | Südsee und Australien
  • © Foto: Ethnologisches Museum der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Martin Franken
Description
Karteikarte : Durchbrochen gearbeitete Holzfigur

Aus bräunlichem Holz geschnitzt, weist die dem Geschlecht nach unbestimmbare Figur gleich den sechs in folgenden zu betrachtenden Besonderheiten auf, zu denen in erster Linie die arealistische Ausführung gewisser anatomischer Details, die Bereicherung um Zusätze und die charakteristische Haltung der Gliedmaßen zählen und die erkennen lassen, dass der Gestaltung eine ganz bestimmte Konzeption zugrunde liegt. Die langen, leicht gebeugten und in Kniehöhe etwas einwärts gebogenen Beine erscheinen mager, doch haben die Waden eine merkliche Betonung erfahren. Mit dem Außenrist abwärts gerichtet, umfassen die Füße deren Knöcheln durch eine Verdickung gekennzeichnet sind, gleichsam den die Basis der Figur bildenden Block. Auf einem Wulstring oberhalb der Schenkel - diese sind nicht miteinander verbunden - ruhen die Ellbogen der stangenförmigen Arme, die ein krasses Missverhältnis in der Länge der Unter- und Oberrmen zeigen. Letztere sind längs einer Kante gegen die Schulterpartie abgesetzt, die mit der Brust zu einem großen, abwärtsweisenden Zapfen verschmilzt. Fehlt zwischen den armen der Rumpf, so existiert indessen eine Stange, die den Fußblock mit der Partie zwischen den Schulterblättern verbindet. Auf der Vorderseite entwickelt sich eine ähnliche Verbindung mit der Basis des Schnitzwerks aus der Halsregion, doch ist sie stärker und - mit Ausnahme der rhombischen Verbreiterung in Taillenhöhe - vierkantig. Ihr liegen die Hände auf, deren Gelenke ein aus dem Vollen geschnitzter Ring ziert. Zudem gehen von ihr unterhalb der erwähnten Verbreiterung zwei Streben aus, die je mit einem Oberschenkel verschmelzen. Aus dem dreieckigen, gegen den "Hals" abgesetzten, des Mundes entbehrenden Gesicht treten die lange, breitrückige, mit kräftigen Flügeln versehene Nase und die schräggestellten, mandelförmigen Augen hervor, deren Zentrum aus einer ovalen, von einem Ring umgebenen Vertiefung besteht. Die markante Begrenzung der promineten Stirn schwingt an der Nasenwurzel etwas nach unten aus. Der knaufartige Aufsatz des Kopfes gibt die Eigenart der Frisur wieder. Ohrmuscheln und Nasenseptum sind durchbohrt und gleich der auf dem Hinterhaupt aus dem Vollen geschnitzten Öse, den Waden und der vorderen Vertikalstrebe mit verknoteten Baststrängen verziert. Von einigen schwarzen Strichen im Gesicht abgesehen, fehlt es an Bemalung.


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